· 

Die Kraft der Mantren

Ein Mantra ist ein Wort oder ein Satz, der häufig wiederholt wird und der im Unterbewusstsein und in den feinstofflichen Körpern des Menschen bestimmte Schwingungen und Wirkungen auslöst.

 

In der östlichen Welt wird davon ausgegangen, dass Worte - ob gedacht oder laut formuliert - unsere physischen Schwingungen beeinflussen können und sich mit der Zeit positiv auf unsere Wahrnehmung oder unsere Umstände auswirken können. Der Ansatz, der seit Tausenden von Jahren im Buddhismus verwendet wird, besteht darin, Mantras wie eine Meditation täglich in dein Leben zu integrieren.

 

Bei einem Mantra kommt es nicht nur auf eine oftmalige oder ständige Wiederholung an, sondern das Wichtigste ist die Vorstellungskraft, die man in ein Mantra hineinlegt. Jeder Gebrauch von Mantren und wären sie noch so alt und ehrwürdig, würde stets seine Wirkung verfehlen, würde man es  einfach gedankenlos und monoton anwenden. Wird ein Mantram jedoch oft  genug wiederholt und von einem starken Vorstellungsbild (mit dem dazugehörigen Gefühl) begleitet, schafft der Mantramist eine Expansionskraft, die das visualisierte Vorstellungsbild auf ihn ausströmt und so reale Wirkungen hervorbringen kann.

 

Mantren können laut gesprochen, geflüstert oder auch nur gedacht werden. Besonders das gedachte Mantra besitzt eine große Wirkkraft, da es sich direkt auf der Gedankenebene manifestiert.

 

Mantren können vielen Zwecken dienen, doch erst durch oftmalige Praxis wächst die Kraft eines Mantra so an, dass es eine spürbare Wirkung hervorbringen kann, hierzu ist aber, wie überall eine gewisse Geduld und Ausdauer notwendig.

 

Mantren können nicht nur nach außen projiziert werden, intensiv in einen bestimmten Körperteil hineingedacht, sprechen sie die  feinstofflichen Zentren im Ätherkörper des Menschen an.  So kann man ein Mantra beispielsweise in die Kopfgegend projizieren, zwischen die Augenbrauen oder auf den Solarplexus. Man wird an diesen Stellen bemerken, wie durch das Mantra bestimme Schwingungen ausgelöst werden, die belebende, heilende, geistige oder gar mystische Energien freisetzen. Wenn du etwas über die Haupt-Chakren wissen möchtest, könnte dich der Beitrag mit einer kleinen Zusammenfassung der  "Chakren / Primärkraft" interessieren.

 

Aus den Weisheitsschatz östlicher Mantra-Kunst sind folgende Mantren anzuführen:

 

"OM" - Symbol der Schöpfung und der Vollkommenheit / Universelle Schwingung

„AUM ist das Universum und dieses ist die Ausdrucksform von AUM. AUM ist die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft, alles, was war, alles, was ist und alles, was sein wird. Ebenso ist auch alles, was jenseits der Begrenzungen von Zeit existieren könnte, gleichermaßen AUM.“ (Mandukya Upanishad I,1 aus „AUM, Die unendliche Energie“ von Dr. Vinod Verma)

 

"Tat Twam Asi" - Ich und Gott sind eins. / Das Unendliche, das Ewige, das Absolute, das bist du.

 

"Hare Rama" - Spruch zur Erleuchtung und Überwindung des Schicksals. Es gilt als das Mantra, welches zu Freude und Liebe verhilft

 

Denkt man beispielsweise das Mantra "OM" in die Stirngegend, verspürt man dort nach einiger Zeit ein Gefühl der Entspannung und Ruhe.

 

Selbstverständlich kann man sich auch eigene Wörter und Sätze zusammenstellen und sie als Mantra verwenden, dies hängt lediglich von der Vorstellungsfähigkeit und dem Willen jedes Einzelnen ab. Anfangs sollte man sich aber mit Eigenschaften wie: Gesundheit, Liebe, Sympathie, Erfolg, Ruhe, Frieden, Glück, usw begnügen und ein Mantra so lange üben, bis man seinen Ideengehalt vollständig verwirklicht hat.

 

Mantren als ganze Sätze formuliert, sind durch ihre ständige Wiederholung, besonders vor dem Einschlafen von starker Wirkung. Beispiele für Mantra-Sätze sind:

 

Liebe und Frieden allen Wesen !

Mir geht es von Tag zu Tag besser !

Fülle auf allen Ebenen ist mir beschieden !

 

Was ist der Unterschied zwischen Mantren und positiven Affirmationen?

Beide haben sehr unterschiedliche Ursprünge und Anwendungen. Positive Affirmationen wurden in den 70er Jahren von Neurowissenschaftlern entwickelt, die ein modernes Verständnis von Psychotherapie und Linguistik beinhalteten, um Denkmuster bewusst zu gewünschten Ergebnissen zu führen. Affirmationen können jederzeit angegeben werden und neigen dazu, vollständige Sätze zu sein, die sich auf etwas beziehen, das wir haben möchten - oder noch wirkungsvoller ist es Affirmationen so zu formulieren, als ob wir das Gewünschte bereits im gegenwärtigen Moment hätten.

 

Beispiele für positive Affirmationen sind Ausdrücke wie

"Ich bin ganz und vollkommen, so wie ich bin."

"Ich strahle Liebe und Mitgefühl aus."

"Mit jedem Tag wird mein Körper ausdauernder, stärker und beweglicher."

"Mein Leben ist erfüllt und reich."

"Ich verfüge über die nötigen Mittel und Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein."

"Ich bin wertvoll."

 

Womöglich hast du schon viel von Mantren und Affirmationen gehört, doch ob eine oder beide dieser Methoden die gewünschten positiven Ergebnisse erzielen, kommt auf deine innere Einstellung an. Einige Forschungsarbeiten sowohl im Bereich der Mantren als auch der Affirmationen variieren je nach Person und wie viel er oder sie tatsächlich glaubt und was mitschwingt.

 

Wenn sie wirksam sind, können sowohl Mantren als auch positive Affirmationen folgendes bewirken:

  • Hilfe bei der Problemlösung
  • Reduzieren von Stress und Angst
  • Erhöhen die Wahrscheinlichkeit des persönlichen Erfolgs
  • Erhöhen von positiven Emotionen
  • Beziehungen verbessern sich
  • Vertrauen erhöht sich
  • Innere Klarheit erlangen

Dem stetig Übenden ergeben sich also durch eine gezielte, richtige Anwendung der Mantrakräfte ungeahnte, neue Möglichkeiten. Das Unbewusste des Menschen reagiert ja bekanntlich sehr leicht auf äußere Einflüsse. So kehrt jedes nicht verarbeitete oder verdrängte Tagesgeschehen im Traum wieder an die Oberfläche und erlebt hier seine Bewältigung. Und wie viel stärker prägen sich dem Menschen regelmäßig wiederholte Formeln ein? Man denke nur an die Suggestion/Beeinflussung der Werbung! 

 

Durch sinnvolle Mantren ist man selbst in der Lage seinen Charakter zu veredeln, sein Bewusstsein zu fördern, die Gesundheit zu erhalten, ja sie sogar in aussichtslosen Situationen wieder herzustellen. Selbst die medizinische Forschung hat die Grundsätze einer positiven inneren Einstellung als einen wesentlichen Faktor des Heilungsprozesses anerkannt.

 

Nutze also die heilenden und helfenden Kräfte deines Unterbewussten, zur positiven Beeinflussung und zu einer bewussteren Haltung dir selbst gegenüber.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0