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Energieraub | Hintergründe erkennen

In überwiegend harmonischen zwischenmenschlichen Beziehungen ist es möglich, sich auszutauschen, auszusprechen und Dinge auf Augenhöhe zu klären. Der nun folgende Artikel .... ich muss zugeben er ist sehr ausführlich geworden ....  ist dem genauen Gegenteil  gewidmet und befasst sich mit den Schattenseiten die einer harmonischen zwischenmenschlichen Beziehung im Wege stehen könnten. 

 

Vieles in dieser Zeit ist einem Wandel unterworfen und oftmals braucht es etwas Hintergrundwissen um gewisse Zusammenhänge zu verstehen. Du fragst dich bestimmt des Öfteren, weshalb deine Beziehungen .... sei es im privaten Rahmen oder beruflich ... nicht so laufen wie sie es könnten.... womöglich wird dir nach dem Lesen dieses Beitrages einiges bewusster ....

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Der Energieräuber – der Nehmertyp

 

Energieräuber finden sich in allen gesellschaftlichen Gruppen, in allen sozialen Schichten, völlig unabhängig von Rang, Namen und Besitz, von Beruf, Ausbildung und Glaubenszugehörigkeit.

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wann ein Energieräuber seine inneren Konflikte an seiner Umgebung auslässt. Deshalb ist es für uns wichtig die Hintergründe hinter diesem räuberischen Verhalten besser zu verstehen.

 

Energieräuber sind Personen, die ihre eigenen unwillkommenen und belastenden Gefühle an anderen abreagieren, um sich Erleichterung zu verschaffen und Energie zu gewinnen. Sie werden deshalb als Räuber bezeichnet, weil sie sich ungefragt und manchmal sogar durchaus aggressiv aneignen, was beim Gegenüber bleiben sollte und diesem nachher fehlt.

Ein Mensch mit energetisch-räuberischen Verhalten möchte sich seine Fehler und Schwächen nicht eingestehen, sondern will bei sich nur das sehen, was gut ist. Er wird ....meist unbewusst ..... von alten Mustern gesteuert, die ihn die Energien anderer zum eigenen Vorteil nutzen lassen. Durch seine Art schafft er ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.

 

Ein Energieräuber leugnet die Gefühle, die ihn in Wahrheit innerlich bedrohen, und lebt in einer andauernden Verteidigungshaltung, um sich nicht selbst mit seiner Gefühlswelt konfrontieren zu müssen. Diese .... meist seit frühen Kindheitstagen .... verdrängten Gefühle suchen sich ein Ventil wie zum Beispiel in undefinierter Wut, die nach außen gerichtet wird.

Der Energieräuber gibt häufig ungefragt negative Kommentare ab, kritisiert andere in der Absicht, sie abzuwerten, widerspricht, sagt, wo es lang geht, und manipuliert .... meist vollkommen unbewusst .... so lange bis er, dass bekommt was er sich in den Kopf gesetzt hat. Der Energieräuber verschafft sich dadurch einen Energiekick während sein Gegenüber geschwächt wird, sich kraftlos und matt fühlen und manchmal sogar völlig erschöpft zurückbleiben kann. 

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Projektionen - Spiegelungen aus vergangenen Erlebnissen

 

Streit und Missverständnisse im Alltag haben oftmals ihren tieferen Grund in Projektionen. Der Energieräuber will Macht gewinnen und andere unterwerfen, deshalb ist die Situation oft schwer zu klären und mit Worten oder Argumenten kaum zu lösen.

Meist ist es so, dass die Person mit dem energetisch-räuberischen Verhaltensmuster eine Situation aus der Vergangenheit nicht bewältigt hat. Im Grunde lehnt sich der Energieräuber gegen seine Gefühle auf, die er selbst nicht wahrnehmen will oder kann.

Zum Beispiel kann schon der kleinste Wunsch eines Mitmenschen als unzumutbare (Über)Forderung erlebt werden.

Hier wird ein negatives Machtverhalten ausgelebt und kann viele kraftvolle, verdrängte Gefühle ans Tageslicht befördern, wie zum Beispiel Hass oder Wut. So mag einem zwar ein überaus freundliches Lächeln entgegengebracht werden, doch der Energieräuber wird zusätzlich die giftigsten (energetischen) Pfeile abschießen, um seine Überlegenheit auszuspielen.

Gerät ein Energieräuber in Gefahr ....  wird mit etwas konfrontiert was er nicht sehen oder erleben will .... schützt er sich durch Verteidigung.

 

Vermittelnde Personen .... oftmals Gebertypen .... sollten deshalb keine allzu hohen Erwartungen haben, die Konflikte oder Schwierigkeiten mit einem Energieräuber zu besprechen oder klären zu können. Der Energieräuber wird alles Erdenkliche zu seiner Verteidigung und zur Rechtfertigung vorbringen, und wird es tunlichst vermeiden, sich seine eigene Verantwortung einzugestehen.

 

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Erinnerungen und Gefühle aus der Vergangenheit die unter der Oberfläche begraben sind, kommen in dieser Zeitphase immer öfter und weitaus schneller an die Oberfläche, und tauchen in unterschiedlichsten Situationen wieder auf .... um sie letztendlich anzusehen, zu erkennen und zum Besseren zu verändern. Widmen wir uns diesen alten Mustern in uns nicht, ist es schwierig, die Welt im Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen.

 

Jeder der sich selbst mit einem klaren Blick und vollkommen aufrichtig betrachten kann ....  ganz gleich ob Geber- oder Nehmertyp  .... geht in die Absicht, die alten Muster aufzulösen, kann sich selbst und anderen gegenüber öffnen und aufrichtig sein. Es entstehen neue Möglichkeiten und wertvolle Chancen für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen.

 

Keiner von uns ist in den Jahren seines Aufwachsens immer in seiner ganzen Persönlichkeit gesehen oder bestätigt worden, und so haben sich die unterschiedlichsten Verteidigungs- oder Abwehrhaltungen entwickelt .... zum Beispiel auf Grund von zu wenig Fürsorge, Anerkennung, Achtsamkeit und Liebe.

 

Energieräubern fällt es unglaublich schwer die Wahrheit .... sei  es in der Gegenwart oder der Vergangenheit... zu erkennen. Vieles ist in ihrem Leben auf Vorstellungen aufgebaut, darauf, wie es hätte sein sollen oder wie es heute sein sollte. 

Energieräuber versuchen, ihre Probleme zu lösen, indem sie eine andere Person, deren Lasten tragen lassen. Oft erkennt man es daran, dass der Energieräuber alles dafür tun wird, eine andere Person geringer erscheinen zu lassen, um selbst besser und überlegener dazustehen. Doch um die Wahrheit zu erkennen und zu leben, müssen wir einsehen, dass alles zwei Seiten hat:

 

Wir alle haben eine Licht- und eine Schattenseite.

 

Es ist sehr schwierig den Kampf mit einem Menschen aufzunehmen, der seine inneren Konflikte auf die Außenwelt abwälzt. Diese anfänglichen kindlichen Schutzmauern wurden immerhin über lange Zeit aufgebaut, und nun sind sie zu meterdicken Verteidigungsmauern geworden. Zusätzlich baut ein Energieräuber seine Gedankenwelt so auf, dass er immer in seinem Denken bestätigt wird. Mit anderen Worten, der Fehler liegt grundsätzlich beim Anderen. Er projiziert seine inneren Konflikte auf andere, statt sie selbst zu bearbeiten. Es sind also alle anderen Schuld, er jedoch nie. 

Der Geber Typ – das Gegenstück

 

Gebertypen sind oft freundlich und großzügig .... sie sagen lieber ja als nein. Sie sind nicht auf Abwehr ausgerichtet und handeln nicht nach außen, oft sind sie eher in sich gekehrt. Sie gehen lieber einen Schritt zur Seite, wenn sie schlecht behandelt werden. Da sie von ihrer Kraft und Energie abgeben, anpassungsfähig und umgänglich sind, werden sie oft zur Zielscheibe von Energieräubern, die sich schlichtweg bei irgendwem abreagieren wollen.

 

Gebertypen richten ihre Gefühle nach innen und reflektieren sie. Dies kann bedeuten, dass sie leicht Angst empfinden und vor allem die Schuld bei sich selbst suchen, wenn es nicht gut läuft. Oftmals sind sie hilfsbereit und anderen gegenüber wohlwollend. Manche können es sogar erspüren, wenn ihr eigenes inneres Kind in anderen Menschen leidet. Es fällt ihnen leicht, den innerlichen Schmerz anderer Personen nachzuempfinden und mit ihnen zu fühlen.

 

Der Gebertyp traut den Menschen nur Gutes zu und sieht deshalb nicht deren Schattenseiten, kann sich vieles gar nicht vorstellen, weil bestimmte Verhaltensweisen ihm selbst so fremd sind. Er glaubt fest daran, dass seine Gutmütigkeit auch beim anderen nur Wohlwollen bewirken wird. Dies erweist sich oftmals als Trugschluss!

 

Gebertypen sind nicht auf Angriff oder Verteidigung eingestellt. So kommt es nicht selten vor, dass solche Menschen sich unbewusst fremde Lasten aufladen und so die negativen Gefühle des anderen übernehmen. Das kostet sehr viel Kraft und ist über einen längeren Zeitraum selbstzerstörerisch. Um aus so einem Verhalten herauszukommen, muss der Gebertyp deutlichere Grenzen setzen. Auch er muss an sich arbeiten .... auch seine alten Muster müssen verändert werden .... damit er lernt, sich auf seine eigene Seite zu schlagen.... er muss im Laufe seines Lebens lernen, sich bewusst für sich selbst zu entscheiden. Es ist ungeheuer wichtig, sich selbst ernst zu nehmen und zu sich zu stehen; und vor allem nicht immer die Bedürfnisse anderer an die erste Stelle zu setzen.

Beziehungen erfordern zwar immer, dass man von sich selbst gibt, aber man darf niemals seine ganze Persönlichkeit in faulen Kompromissen verlieren. Es geht darum zu gleichen Bedingungen zu geben und zu nehmen.

Hier liegt die Schwierigkeit darin, zu erkennen, wo die Grenze der eigenen Vertrauenswürdigkeit und Ehrlichkeit verläuft und ab welchem Punkt man sich zur Wehr setzen muss und vor allem darf, damit es einem noch gut geht.

 

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Dem Gebertyp ist es wichtig gemocht und geliebt zu werden. Es fällt oftmals mehr als schwer, nein zu sagen, Menschen abzuweisen oder womöglich gar vor dem Kopf zu stoßen ..... weil er es selbst verletzend empfindet, abgewiesen zu werden. Trotz aller Schuldgefühle, muss der Gebertyp lernen, dass sein Gegenüber ein Nein sehr wohl verkraften kann. Denn es ist unwahrscheinlich, dass das Gegenüber genauso fühlt wie er selbst .... ehrlich gesagt ist dies meist überhaupt nicht der Fall!

Oftmals wird beim Gebertyp sehr vieles verdrängt und auf sehr vieles verzichtet um es seinem Gegenüber recht zu machen, und so verzichtet er auf seine ureigenen Bedürfnisse. Und nur selten bekommt der Gebertyp positive Resonanz dafür, dass er so großzügig und rücksichtsvoll  ist.

 

Hier hat sich im Laufe der Zeit also ein selbstzerstörerisches Verhalten entwickelt .... ein zu viel an geben. Die Bedürfnisse des Anderen scheinen immer an erster Stelle zu stehen, man arbeitet sich halb tot für andere und trägt deren Probleme für sie. Manchmal steckt ein unbestimmtes Schuldgefühl hinter einem solchem Verhalten. Aber derjenige, gibt und gibt, ohne wirklich etwas zurückzubekommen, und dann kommt sie irgendwann .... diese innere Leere und alles was dazugehört.

 

Gebertypen zahlen oftmals einen (zu) hohen Preis und müssen auf Grund verschiedenster Erfahrungen auf kurz oder lang ihre übertriebene Hilfsbereitschaft zurückfahren. Hier sollte ich anmerken, dass wenn man in erster Linie den Zuspruch und die Wertschätzung anderer sucht  dies verheerende Auswirkungen haben kann. 

Es ist nahezu ein Muss, dass Gebertypen die Hoffnung auf Wertschätzung vonseiten Anderer aufgeben oder zumindest zurückschrauben, sonst werden sie zum leichten Opfer eines immer wiederkehrenden Energieraubes.

 

Auch beim Gebertypen spielt Wut eine Rolle. Doch meist richtet sich diese Wut .... oftmals unbewusst .... auf die eigene Person.

Ein Beispiel: Eine Wut die sich anfänglich auf die Eltern richtete, die kein Verständnis zeigten, wird verdrängt, nach innen gewendet und schafft einen inneren Konflikt, der als Selbsthass/Missgunst erlebt wird. Man glaubt, kein Recht zu haben, auf die entsprechende Person wütend zu sein.

 

Es ist wie so oft in unserem Leben, nicht immer alles ist schwarz oder weiß, es gibt eine Vielfalt an Farbnuancen, die wir in uns tragen. Und die vielen Schatt(ierung)en werden meist zwecks oberflächlicher Verschönerung übermalt .... man sieht sie nicht mehr, dennoch sind sie noch vorhanden.

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Alle Veränderungen geschehen aus dem inneren des Menschen

 

Sich selbst respektieren zu können, mit all seinen Fähigkeiten und Gaben als auch seine Fehler und Schwächen anzunehmen, bedeutet sich seiner eigenen Gefühle und denen der anderen bewusst zu sein. Und ja, es ist möglich, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen, uns aus extremen Verhaltensweisen, die niemanden dienlich sind, zu lösen. Es braucht durchaus Mut, jedoch noch mehr die eigene Entscheidung etwas Schlechtes zum Guten zu verändern.

 

Meist möchten wir im Außen aufräumen, doch wer bei sich selbst aufräumt, sorgt für mehr Ordnung im ganzheitlichen Sinne.  

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Selbstschutz

 

Ein Energieräuber kann nur auf Abstand gehalten werden, wenn wir uns bewusst sind, dass sein Verhalten von erlernten destruktiven Mustern bei ihm selbst verursacht wird. Dass er die Schuld auf andere schiebt, zeigt lediglich, dass er einen wichtigen Entwicklungsschritt verpasst hat. Trifft er die bewusste Entscheidung sich zum Besseren verändern zu wollen, muss er sich darauf einlassen seine Muster näher zu betrachten.

 

Durch dieses Wissen können Gebertypen  .... wenn sie zu einer Zielscheibe eines Energieräubers werden .... erkennen, dass sie nicht mehr die Schuld auf sich nehmen müssen, sie können erkennen, dass das erlebte „Drama“ vor allem vom Energieräuber selbst und seiner ihm (noch) verborgene Gefühlswelt ausgeht.

 

Ein Energiegeber kann einen Energieräuber nur auf Abstand halten, wenn er sich bewusst wird, dass sein eigenes Verhalten von erlernten destruktiven Mustern bei ihm selbst verursacht wird. Er kann Grenzen setzen, sich verteidigen und seinen Zorn auf positive Weise nutzen. Zorn gegenüber einem Energieräuber Ausdruck zu verleihen verursacht keinerlei Schaden. Gebertypen fühlen sich oftmals schlecht oder empfinden sich als böse, wenn sie ihren berechtigten Zorn Ausdruck verleihen. Doch die Wahrheit ist, dass sie damit ihre Grenzen markieren und für sich selbst aufstehen dürfen und können.

 

Es gibt einfache energetische Methoden um Energien wie Wut oder Zorn aus seinem Körper zu entlassen, ohne sie die ganze Zeit mit sich rum zuschleppen oder sie bei unnötigen emotionalen Ausbrüchen loszuwerden. Und bedenke, auch wenn du sie nicht aussprichst ... dir kein Ventil suchst um sie abzuleiten .... aus energetischer Sicht sendest du diese oftmals unterdrückten Gefühle an deine Mitmenschen aus.

 

Jeder Mensch ist wertvoll und hat einen Eigenwert

 

Haben wir (wieder) ein starkes Gefühl für den eigenen Wert, sind wir nicht mehr bereit uns abhängig vom Benehmen und dem Urteil anderer Menschen zu machen. Man schafft es, zwischen sich selbst und anderen Menschen zu unterscheiden, und verliert nicht die eigene Identität.

 

Hat man das Bewusstsein erlangt, dass Menschen von unterschiedlichsten Mustern und alten unbewussten  Verhaltensweisen gesteuert werden, bekommt man eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse und eine größere Distanz zu den Vorgängen in den eigenen Beziehungen. Man kann sich selbst und andere mit weitaus klarerem Blick sehen.

 

Es braucht diesen Mut zur Selbsterforschung, um sich von alten Mustern zu befreien. Man muss sich selbst verstehen, um andere verstehen zu können, man muss Verantwortung übernehmen für sein Leben und seine eigenen Spiegelungen und sich selbst erkennen .... im Guten wie im Schlechten.

 

 

Nur du selbst, kein anderer, kannst diese alten Muster verändern. Die Zeit ist Reif! Gehe in die Selbstermächtigung, hole dir in deinen individuellen Schritten deine eigene Souveränität zurück.

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